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Round Table Veranstaltung

Prävention nosokomialer Infektionen: So schützen Krankenanstalten ihre Patienten, ihre Mitarbeiter und sich selbst

Montag, 20. November 2017

>>Einladung Round Table 2017<<

Einladung zum Download

Plan

Anmeldung unter roundtable@bkkommunikation.com

Nosokomiale Infektionen

Zum Download: “Krankenhausinfektionen: Kostspielig für Spitäler und Volkswirtschaften”

Zum Download: “Die Rolle von OP-Abdeckungen und -Mänteln in der Prophylaxe operationsbezogener Infektionen”

Zum Download: Daten & Fakten PDF “Nosokomiale Infektionen und operationsbezogene Wundinfektionen – Häufigkeit, Folgen, Vermeidbarkeit und Prävention”

Laut European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) erkranken in Europa rund 4,1 Millionen Menschen an nosokomialen Infektionen, die durchschnittliche Prävalenz liegt bei 7,1 Prozent. Rund 37.000 Menschen sterben daran.

Nosokomiale Infektionen sind solche, die der Patienten/innen im Verlaufe eines Spitalsaufenthaltes erwerben. Bei kurzen Spitalsaufenthalten manifestieren sich diese Infektionen oft erst nach der Entlassung aus dem Spital.

Der Anteil operationsbezogener Wundinfektionen (surgical site infections, SSI) macht mit 17 Prozent einen erheblichen Teil der nosokomialen Infektionen aus. Die beobachteten SSI-Prozentsätze schwanken laut ECDC nach Eingriffsart: Bei Colon-Operationen tritt im Europaschnitt bei 9,9 Prozent der Eingriffe eine SSI auf, am unteren Ende der Skala bei 0,7 Prozent der Knieendoprothesen-OPs. In Deutschland entwickeln, Schätzungen zufolge, 1,8 bis 2 Prozent aller Patienten/innen nach einem chirurgischen Eingriff eine bakterielle Wundinfektion (P. Gastmeier et al. 2006). Eine retrospektive Erhebung der Deutschen Krankenhausgesellschaft zeigt eine SSI-Inzidenz von 7,1 Prozent in der Allgemeinchirurgie und von 13,5 Prozent in der Abdominalchirurgie (A. Kramer 2012).

Die Folgen von SSI sind medizinisch und ökonomisch gravierend. Sie reichen von einer Verzögerung der Heilung bis hin zu schwersten Komplikationen. Bis zu 38 Prozent der postoperativen Todesfälle werden einer Wundinfektion zugeschrieben, die stationäre Verweildauer verlängert sich um 6 bis 8 Tage (B. Salzberger et al. 2004). Generell führen nosokomiale Infektionen zu einer Verlängerung der Hospitalisierung um das Dreifache. Die Behandlungskosten bei einer Wundinfektion werden auf das 2,9-fache der Standard-Behandlungskosten geschätzt (R. Plowman 2000).

Medplast 2008, Vol. 1

Verantwortung für die Patientensicherheit

Infektionsprävention auch im OP ist eine der zentralen Herausforderungen eines modernen Gesundheitsbetriebs. Die Sicherheit der Patienten/innen muss zu jedem Zeitpunkt gewährleistet werden – vom nicht akuten Routineeingriff bis zur hoch spezialisierten und in vielen Fällen lebensrettenden Operation.

Sicherheit im OP ist ein wesentlicher Bestandteil der hohen Versorgungsqualität, die Österreichs Krankenhäuser ihren Patienten/innen heute und in Zukunft garantieren müssen. Deshalb ist es eine essentielle gesundheitspolitische Aufgabe, zu gewährleisten, dass Patienten/innen in österreichischen Spitälern nach höchsten medizinischen Standards versorgt werden.

Initiative „Sicherheit im OP“ | Liechtensteinstraße 46a | 1090 Wien | info@sicherheitimop.at